Wenn ich doch fliegen könnte

Ich weiß es noch wie heute, ich war vielleicht 5 Jahre alt und ich wickelte mich in all die Tücher meiner Mutter, die ich finden konnte. Klemmte mir einen Besen auf den Rücken und stieg voller Stolz in mein Baumhaus hinter unserem Haus.

Die Welt lag mir zu Füßen und ich wusste ich würde gleich mit den Vögeln Seite an Seite durch die Lüfte schweben. 
Stundenlang hatte ich sie die letzten Wochen beobachtet, wie sie sich auf dem Baumhaus nieder ließen, sich putzen, kurz ausruhten und dann wieder wie Könige dem Himmel entgegen flogen. Hörte ihr eifriges Gezwitscher und sah die farbigen Federn im Glanz der Sonne leuchten.

Ich wöllte sie begleiten, sehen was sie sehen und mich niederlassen wo es mir gefiel. Mich frei fühlen. Einfach weg.
Durchatmen können, ohne einen neuen Hustenanfall zu bekommen. Ohne die ängstlichen Blicke meiner Mutter, die guten Ratschläge, die ganzen Einschränkungen…

So stellte ich mich auf die Spitze des Daches, zupfte noch mal alles zurecht, überprüfte den Stock auf dem Rücken und streckte meine Arme aus. Ich schloss die Augen, atmete tief durch und sprang.

An manchen Tagen wünsche ich mit mein Baumhaus von früher, den Mut, mein Vertrauen und die Naivität von damals zurück.
Ich war so überzeugt davon, dass es klappt. Nichts anders war denkbar.

Natürlich landete ich auf dem Po und war enttäuscht, aber ich versuchte es gleich noch mal und immer wieder. Ich flog nie Seite an Seite mit den Vögeln, aber ich hatte trotzdem Spaß an dem Spiel.
Bis mein großer Bruder mich auslachte. Er schrie mich an, ich solle endlich aufhören mit dem Quatsch, ich würde mich nur verletzten und niemals fliegen können.

An dem Tag verletzte ich mich tatsächlich schwer und bin niemals wieder in das Baumhaus gegangen.

Was war nur passiert?

Nichts, ich wurde einfach nur erwachsen und glaubte den Großen mehr als mir.
Ich vertraute ihnen und wollte sie nicht enttäuschen.

Es hat mich viele Jahre meines Lebens beschäftigt. Oft stand ich gefühlt wieder an der Spitze des Baumhauses und wollte weg, mit den Vögeln fliegen und frei sein. Unmögliches möglich machen. Aber ich hatte Angst und sie bremste mich aus.

Dann zeigte mir mein erster Coach vor einigen Jahren einen Weg aus dem Dilemma.

MEDITATION.

Hier lernte ich zu springen, zu fliegen und mich unendlich frei zu fühlen. Keine Reise ist unmöglich und nichts, was ich nicht schaffen kann.

Und das beste dabei ist, meinem Gehirn ist es völlig egal, ob ich diese Reise gerade tatsächlich erlebe oder sie mir nur vorstelle. Es speichert die Gedanken und Gefühle dazu wie gemachte Erfahrungen ab.
Den Ängsten habe ich Vertrauen entgegen gesetzt und den negativen Gedanken habe ich positive Erlebnisse geschenkt.
Das veränderte mich und mein Lebensgefühl absolut.

So mache ich es heute noch und gebe es in meinen Coachings weiter.

Wir werden zwar alle erwachsen und älter, aber es ist dennoch möglich zu träumen wie ein Kind.

Heute weiß ich, ich kann fliegen 

 

Vielleicht möchtest du dich auch wieder frei fühlen und fliegen , dann lade ich dich gerne zu einem kostenlosen  Schnuppergespräch, ein.

Vielleicht interessiert dich auch meine Facebookgruppe: „Volltreffer Herz – der Liebe eine Chance geben“, dann schau doch hier einfach mal rein.

Ich freue mich auf dich und wünsche dir alles Liebe 🙂

Deine Andrea

PS: Vielleicht hast du andere Methoden gelernt um zu springen? Ich freue mich auch sehr über deine Geschichte.